Kampagne gestartet

Seit nunmehr über anderhalb Jahren gehen wir gegen die rassistischen Aufmärsche in Kandel und Umgebung auf die Straße und konfrontieren die Nazis mit unserem direkten Protest und Widerstand. Selbstbestimmter und konsequenter antifaschistischer Widerstand ist dabei nicht nur den Nazis, sondern auch dem Staat ein Dorn im Auge, weshalb es nicht weiter verwunderlich ist, dass im Zusammenhang mit den Kandel-Protesten nun unzählige aktive AntifaschistInnen vor Gericht gezerrt und die antifaschistische Bewegung als ganzes kriminalisiert werden soll. Hier soll juristisch das fortgesetzt werden, was in Kandel und anderswo schon die ganze Zeit gang und gäbe ist: Wegschauen bei rechter Gewalt und aktive Unterstützung der Nazis durch staatliche Institutionen.

Um dem etwas entgegen zu setzen haben wir die Kampagne „Niemand bleibt im Regen steh’n! – Alle zusammen gegen Nazis und Repression!“ gestartet. Ziel der Kampagne ist es einen möglichst kollektiven und solidarischen Rahmen zu schaffen, der die staatliche Repression mit der wir konfrontiert sind aufgreift und politisch einordnet. Den Angriffen auf uns – die immer auf Vereinzelung, Abschreckung und Einschüchterung zielen – wollen wir unsere Solidarität entgegensetzen, um letzten Endes den Spieß umzudrehen und gestärkt aus der Sache hervorzugehen.

Damit uns dies gelingt, sind wir auf eure Beteiligung angewiesen. Beteiligt euch an der Kampagne, begleitet die Prozesse der angeklagten AntifaschistInnen und sammelt Geld!

Los geht es schon am Dienstag, den 25. Juni: (Prozess wurde verschoben!)
Am Amtsgericht Kandel wird gegen einen Antifaschisten im Zusammenhang mit dem Angriff der Bundespolizei auf die Zugfahrt nach Kandel am 7. April 2018 verhandelt. Damals wurden ca. 150 AntifaschistInnen in Wörth an der Weiterfahrt nach Kandel gehindert. (Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=H1MjxdRDpc8 ) Um den Genossen zu unterstützen wird es bereits ab 10:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Amtsgericht in Kandel geben, bevor wir solidarisch den Prozess begleiten (Verhandlung beginnt um 11:00 Uhr).

Wenn ihr selbst von Repression betroffen seit, meldet euch bitte so schnell wie möglich bei der Kampagne unter der E-Mailadresse antifa-soli-kandel [ätt] systemli.org und wie immer bei der Roten Hilfe, denn niemand bleibt im Regen stehen!